Maße & Positionieren
Ein Würfel mit einer Zahl ist überall gleich lang. Für eine Box brauchen wir drei Maße — und wir müssen verstehen, wo im Raum unser Körper eigentlich sitzt.
Der Box-Rohling auf Kartenmaß
cube([85, 55, 40]);cube([85, 55, 40]) — Breite × Tiefe × Höhe
Das Koordinatensystem
OpenSCAD denkt in drei Achsen: X nach rechts, Y nach hinten, Z nach oben. Standardmäßig sitzt der Würfel mit einer Ecke im Nullpunkt und wächst in den positiven Bereich. Das ist wichtig zu wissen, sobald wir mehrere Teile kombinieren.
Teile verschieben: translate
translate([x, y, z]) verschiebt das nächste Objekt. So setzen wir z. B. einen flachen Block als Deckel-Rohling oben auf die Box:
cube([85, 55, 40]);
translate([0, 0, 40]) // 40 mm nach oben
cube([85, 55, 5]); // flacher Block obendraufWarum eigentlich? — Warum drei benannte Maße?
Sobald die Box eine Breite, Tiefe und Höhe hat, kannst du jede einzeln steuern. Genau hier wird OpenSCAD stark: In zwei Lektionen ersetzen wir die 85 und 55 durch Variablen wie karte_b — dann passt sich die ganze Box automatisch an jede Kartengröße an.
Häufiger Denkfehler — Häufige Fehler beim Positionieren
„Mein Würfel sitzt nicht in der Mitte": Standard ist die Ecke im Nullpunkt. cube([85,55,40], center=true) zentriert ihn um den Ursprung. translate wirkt nur auf das Folgende: translate([..]) cube(..); verschiebt genau diesen einen Würfel — die Reihenfolge (erst translate, dann Objekt) muss stimmen.
Tiefer rein — Mehr als verschieben: rotate & Vektoren
Die [x, y, z]-Schreibweise ist ein Vektor und taucht überall auf. rotate([0, 0, 45]) dreht z. B. um 45° um die Z-Achse. Transformationen lassen sich auch verschachteln — translate(...) rotate(...) cube(...) — und wirken dann von innen nach außen.